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vimaki
19. August 2026 · Wien
Cover: Wo die Wörter wohnen

Wo die Wörter wohnen

Kinderbuch

Mira Hartl | Juliana Steg

Wenn niemand mehr ein Wort benutzt, verschwindet es nicht — es zieht um. Ein Bilderbuch über ein Mädchen, das die vergessenen Wörter aufnimmt und sie zurückgibt, wenn jemand sie braucht.

Incipit

Wörter sterben nicht; sie ziehen nur um, wenn keiner mehr nach ihnen ruft.

Klappentext

Manche Wörter werden immer seltener gesagt, bis sie eines Tages gar nicht mehr vorkommen — „Lichtmess”, „Hutschachtel”, „fürderhin”. Die kleine Ida hat herausgefunden, wohin sie gehen: auf den Dachboden über der Greißlerei, wo sie in Schachteln warten, sortiert und gut versorgt, bis sie wieder gebraucht werden. Ida ist ihre Hüterin. Sie staubt sie ab, spricht sie ab und zu laut, damit sie nicht einrosten, und wenn unten jemand nach dem richtigen Wort sucht und es nicht findet, holt sie es leise herunter. Mira Hartl und Juliana Steg erzählen vom Wert der leisen, alten, fast vergessenen Wörter — und davon, dass man etwas behalten kann, indem man es weitergibt. Ein Bilderbuch zum Vorlesen und Wiederfinden, für Kinder ab fünf und für Erwachsene, die ein bestimmtes Wort schon lange vermissen.

Leseprobe

Oben auf dem Dachboden war es still, aber nicht leer. In langen Reihen standen die Schachteln, und in jeder Schachtel wohnte ein Wort. Manche waren ganz neu hier und noch zappelig, andere lagen schon lange und schliefen. Ida ging die Reihen ab wie jeden Abend. Sie nahm „Wetterleuchten” heraus, hielt es ans Ohr — es machte ein winziges, fernes Geräusch — und legte es vorsichtig zurück. „Nicht traurig sein”, sagte sie. „Es kommt sicher bald ein Gewitter, und dann holt dich jemand.” Das Wort drehte sich um und schlief weiter.

Pressestimmen

„Ein Bilderbuch, das Kinder über Wörter staunen lässt und Erwachsene über sich selbst. Stegs Bilder leuchten genau so viel, wie sie müssen.“
— Der Lesezirkel
„Selten wurde der Sprachpflege so wenig Pädagogik und so viel Zärtlichkeit zugemutet.“
— Blätter für neue Prosa

Leserstimmen

„Mein Sohn (6) verlangt jetzt jeden Abend ein ‚altes Wort'. Gestern war es ‚Pantoffelheld'. Mein Mann fand das weniger lustig.“
— Eine Mutter aus W.
„Ich bin 71 und habe ‚fürderhin' wieder in Gebrauch genommen. Die Enkel verstehen es nicht. Sie werden.“
— Ein Vorleser

Kolophon

Verlag
Edition Tagundnacht
Erscheinung
1. Auflage, 2025
Umfang
40 Seiten
Ausstattung
Gebunden (durchgehend farbig illustriert)
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-99095-068-1*

* Die ISBN dieses Titels ist bewusst ungültig – er existiert ausschließlich in dieser Bibliothek.

Preise

  • Gebunden · 20,00 €

Mitwirkende

  • Lektorat Ortrud Felber
  • Illustration & Umschlag Juliana Steg
  • Satz Mittermayr & Tochter, Wien

Schlagworte

  • Bilderbuch
  • Vorlesen
  • Sprache
  • Wörter
  • Fantasie
  • Ab 5 Jahren

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