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vimaki
19. August 2026 · Wien
Cover: Über das Sammeln

Über das Sammeln

Warum wir behalten, was wir nicht brauchen

Konrad Lichtenegger

Ein Buch über die Sammelleidenschaft — von der Muschel in der Manteltasche bis zum Album, das niemand erbt — und über die leise Hoffnung, die in jedem Behalten steckt.

Incipit

Man sammelt nicht Dinge, sondern die Person, die man war, als man sie fand.

Klappentext

Warum hebt der Mensch Dinge auf, die er nie wieder braucht? Konrad Lichtenegger geht der Sammelleidenschaft nach, dieser stillen, allgegenwärtigen Passion, und findet sie überall: im Schuhkarton mit den Ansichtskarten, in der Streichholzschachtel-Vitrine, im Regal, das nach einem System geordnet ist, das nur einer versteht. Er führt durch Kuriositätenkabinette und Kellerabteile, durch die Psychologie des Hortens und die Würde des Liebhabers, und behandelt das Sammeln von Muscheln mit derselben Ernsthaftigkeit wie das Sammeln von Kränkungen. Ein gelehrtes, freundliches Buch über den Wunsch, der Vergänglichkeit ein geordnetes Häufchen entgegenzusetzen — und darüber, dass die schönste Sammlung jene ist, die außer ihrem Besitzer niemand für wertvoll hält.

Leseprobe

Eine Sammlung beginnt nicht mit dem zweiten Stück, wie oft behauptet wird, sondern mit dem Entschluss, das erste nicht wegzuwerfen. In diesem Entschluss liegt bereits alles: die heimliche Behauptung, dass dieser eine Kieselstein, diese eine Eintrittskarte sich von allen anderen unterscheide, und die noch heimlichere Hoffnung, dass man selbst es ebenso tue. Der Sammler ist kein Hamster. Der Hamster sorgt vor; der Sammler erinnert sich im Voraus. Was er anlegt, ist kein Vorrat, sondern ein Archiv für ein Gefühl, das er noch gar nicht hat.

Pressestimmen

„Nach diesem Buch wirft man nichts mehr weg — und versteht zum ersten Mal, warum man es nie konnte.“
— Der Lesezirkel
„Lichtenegger nimmt das Belanglose ernst und macht es dadurch groß: ein freundliches Standardwerk für alle, die ihren Keller bisher für ein Versäumnis hielten.“
— Wiener Quartal

Leserstimmen

„Ich besitze 412 Bierdeckel und schämte mich dafür. Jetzt besitze ich 412 Bierdeckel und ein Argument.“
— R.
„Habe es meiner Frau vorgelesen, in der Hoffnung, sie verstünde meine Werkstatt. Sie verstand stattdessen ihre Schuhe. Auch gut.“
— Ein Sammler

Kolophon

Verlag
Verlag am Glacis
Erscheinung
1. Auflage, 2025
Umfang
256 Seiten
Ausstattung
Gebunden (Leinen, Lesebändchen)
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-99130-044-6*

* Die ISBN dieses Titels ist bewusst ungültig – er existiert ausschließlich in dieser Bibliothek.

Preise

  • Gebunden · 26,00 €
  • E-Book · 19,99 €

Auszeichnungen

  • Nominiert für den Sachbuchpreis der stillen Leser 2025

Mitwirkende

  • Lektorat Marianne Dussl
  • Umschlag Cornelius Halm
  • Satz Mittermayr & Tochter, Wien
  • Register Hektor Pliem

Schlagworte

  • Sachbuch
  • Sammeln
  • Psychologie
  • Kulturgeschichte
  • Alltagskultur
  • Leidenschaft

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