Sonntagabend
Über einen schwierigen Zustand
Friedrich Anger
Warum der Sonntagabend so eigentümlich schwer wiegt — und was das über die übrige Woche verrät. Friedrich Anger seziert ein Gefühl, das jeder kennt und kaum jemand benennt.
Incipit
Der Sonntag ist der einzige Tag, der schon am Nachmittag müde wird.
Klappentext
Es gibt eine Stunde, die niemand bestellt hat: den frühen Sonntagabend, wenn das Wochenende noch nicht vorbei ist und schon nicht mehr zählt. Friedrich Anger nimmt diese Stunde ernst — als kleinen, verlässlichen Schrecken, der über die Jahrhunderte erstaunlich beständig geblieben ist.
In klugen, unangestrengten Kapiteln fragt Anger, woher die Sonntagabend-Schwermut kommt: aus der Kindheit und den ungemachten Hausaufgaben, aus der Religion und ihrer Ruhe, aus einer Arbeitswelt, die den freien Tag erfunden hat und nicht recht weiß, was man mit ihm anfangen soll. Er tröstet nicht vorschnell. Er erklärt, und Erklären ist hier schon der halbe Trost.
Ein Essay über einen schwierigen Zustand — zu lesen an jedem Tag der Woche außer, vielleicht, dem einen.
Leseprobe
Pressestimmen
„Anger gelingt das Kunststück, über die Schwermut zu schreiben, ohne schwermütig zu werden. Man liest es am Sonntagabend und fühlt sich ertappt — und besser.“
„Ein kluges, warmes Buch über ein ungutes Gefühl. Anger nimmt einem die Stunde nicht weg — aber er leistet ihr Gesellschaft, und das hilft.“
Leserstimmen
„Ich dachte immer, das mit dem Sonntagabend sei nur bei mir so. Jetzt weiß ich, es ist bei allen so. Das ist seltsamerweise ein großer Trost.“
„Habe das Buch an einem Sonntagabend zu Ende gelesen. Bessere Verwendung hätte die Stunde nicht finden können.“
Kolophon
- Verlag
- Verlag am Glacis
- Erscheinung
- 2. Auflage, 2022
- Umfang
- 160 Seiten
- Ausstattung
- Gebunden
- Sprache
- Deutsch
- ISBN
- 978-3-99130-027-9*
* Die ISBN dieses Titels ist bewusst ungültig – er existiert ausschließlich in dieser Bibliothek.
Preise
- Gebunden · 22,00 €
Auszeichnungen
- Auf der Shortlist zum Sachbuchpreis der stillen Leser 2022
Mitwirkende
- Lektorat — Marianne Dussl
- Umschlag — Cornelius Halm
- Satz — Mittermayr & Tochter, Wien
Schlagworte
- Sachbuch
- Essay
- Psychologie
- Alltag
- Gesellschaft