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vimaki
19. August 2026 · Wien
Cover: Schneelast

Schneelast

Novelle

Rosa Hinterleitner

Eine Nacht, ein verschneites Haus, zwei Geschwister, die einander seit Jahren ausweichen. Eine Novelle über das, was sich in einer einzigen Nacht entscheidet.

Incipit

Es schneite, als hätte jemand beschlossen, sie für eine Nacht im selben Haus zu vergessen.

Klappentext

Am Tag der Beerdigung fällt so viel Schnee, dass die Straße ins Tal unpassierbar wird. Marie und ihr Bruder, die seit dem Tod der Mutter kaum ein Wort gewechselt haben, sitzen fest — im Elternhaus, bei einem Kachelofen, einer Flasche und der ganzen langen Nacht. Draußen drückt der Schnee auf das Dach, drinnen drückt etwas Älteres. Rosa Hinterleitner verdichtet einen lebenslangen Streit auf die Stunden bis zum Morgengrauen, in denen einmal, ein einziges Mal, alles gesagt werden könnte. Eine Novelle von klassischer Strenge: ein Ort, eine Nacht, ein Wendepunkt — und am Ende ein Licht, das man für den anbrechenden Tag halten könnte oder für etwas anderes.

Leseprobe

Das Dach knackte. Marie kannte das Geräusch aus der Kindheit und hatte es vergessen gehabt, wie man eine Sprache vergisst, die man nie spricht: das langsame Arbeiten des Schnees über den Sparren, ein Ächzen, dann Stille. Ihr Bruder hob nicht den Kopf. Er schaute in den Ofen, als stünde dort geschrieben, was als Nächstes zu sagen sei. Es stand dort nicht. Zwischen ihnen lag der Tisch, breit und blank, und über allem die Stunde, die noch keinen Namen hatte — zu spät für den Abend, zu früh für ein Geständnis.

Pressestimmen

„Hinterleitner beherrscht die alte Kunst der Novelle: ein einziges Zimmer, eine einzige Nacht, und darin ein ganzes Leben untergebracht.“
— Wiener Quartal
„Kein Wort zu viel, kein Schnee zu wenig. Eine Erzählung, die so kalt beginnt und so genau endet, dass einem warm wird.“
— Blätter für neue Prosa

Leserstimmen

„Hundertzwanzig Seiten, und ich habe drei Pausen gebraucht. Nicht weil es lang ist.“
— Eine Leserin mit Bruder
„Wir stritten danach lange, ob das Ende hell ausgeht. Dass wir stritten, spricht für das Buch.“
— Aus einem Lesekreis

Kolophon

Verlag
Verlag Grauwasser
Erscheinung
1. Auflage, 2025
Umfang
120 Seiten
Ausstattung
Gebunden (Halbleinen)
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-903456-41-2*

* Die ISBN dieses Titels ist bewusst ungültig – er existiert ausschließlich in dieser Bibliothek.

Preise

  • Gebunden · 20,00 €
  • E-Book · 14,99 €

Auszeichnungen

  • Nominiert für den Halbmond-Preis für ein erstes Buch 2025

Mitwirkende

  • Lektorat Bernhard Quass
  • Umschlag Cornelius Halm
  • Satz Mittermayr & Tochter, Wien

Schlagworte

  • Novelle
  • Geschwister
  • Familie
  • Trauer
  • Winter
  • Aussprache

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