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vimaki
19. August 2026 · Wien
Cover: Die Flickstube

Die Flickstube

Märchen

Theres Kogler

In einer kleinen Stadt gibt es eine Werkstatt, die annimmt, was sich nicht reparieren lässt: zerbrochene Versprechen, verlorene Nachmittage, das Schweigen nach einem Streit.

Incipit

Manches lässt sich kleben, manches schienen, manches nur halten, bis es von selbst entscheidet, ob es bleibt.

Klappentext

Niemand weiß, seit wann die Flickstube in der Krummen Gasse steht, und niemand fragt. Man kommt, wenn etwas hin ist, das kein Schuster und kein Uhrmacher mehr richtet: ein versäumter Abschied, ein Satz, den man nicht hätte sagen sollen, die Farbe eines Sommers, an den man sich nicht mehr genau erinnert. Die alte Frau hinter dem Tresen nimmt alles entgegen, stellt keine Fragen, gibt einen Zettel mit einer Nummer und sagt: in drei Tagen. Theres Kogler erzählt ein Märchen für Erwachsene, ruhig und ohne Zauberstab, in dem das Wunderbare so selbstverständlich auftritt wie das Wetter — und in dem die schwierigste Reparatur jene ist, bei der man der Kundin sagen muss, dass manches besser zerbrochen bleibt. Eine Geschichte über Trost, Handwerk und die Grenzen des Heilbaren.

Leseprobe

An der Tür hing kein Schild, nur eine Schere und eine Nadel, beide aus Messing, beide blind vom Anfassen. Wer zum ersten Mal kam, hielt die Stube für eine Schneiderei und legte verlegen ein Hemd auf den Tresen, dem ein Knopf fehlte. Die alte Frau nähte den Knopf an, nahm kein Geld dafür und wartete. Meist kam dann, nach einer Weile und einem Räuspern, das eigentliche Stück zum Vorschein: leiser gesagt, in die Hand geflüstert, manchmal nur als Blick. Sie nickte, als hätte sie es kommen sehen, und schrieb es auf — nicht in Worten, sondern in einer Schrift, die aussah wie das Stopfmuster auf einer alten Socke.

Pressestimmen

„Ein Märchen ohne Kitsch: Kogler buchstabiert das Wunderbare im Ton einer Inventur. Dass das rührt, ist die eigentliche Magie.“
— Blätter für neue Prosa
„Die Flickstube hätte es nicht nötig zu verzaubern; sie tut es trotzdem, beiläufig, im Vorbeigehen.“
— Feuilleton am Sonntag

Leserstimmen

„Ich bin erwachsen und habe drei Nächte schlecht geschlafen, weil ich wissen wollte, ob die letzte Reparatur gelingt. Sie gelingt nicht. Es ist trotzdem gut.“
— M.
„Ich würde gern wissen, wo diese Gasse ist. Ich hätte da etwas.“
— Eine Leserin

Kolophon

Verlag
Edition Tagundnacht
Erscheinung
1. Auflage, 2025
Umfang
176 Seiten
Ausstattung
Gebunden (fadengeheftet)
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-99095-052-9*

* Die ISBN dieses Titels ist bewusst ungültig – er existiert ausschließlich in dieser Bibliothek.

Preise

  • Gebunden · 22,00 €
  • E-Book · 16,99 €

Mitwirkende

  • Lektorat Ortrud Felber
  • Umschlag Cornelius Halm
  • Satz Mittermayr & Tochter, Wien

Schlagworte

  • Märchen
  • Fantastik
  • Handwerk
  • Trost
  • Reparatur
  • Wunderbares

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