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vimaki
19. August 2026 · Wien
Cover: Die Dienstagsrunde

Die Dienstagsrunde

Roman

Leopold Wibmer

Vier alte Männer, ein Kartentisch, jeden Dienstag. Ein Roman über das, was zwischen zwei Spielen nicht gesagt wird — und über den Tag, an dem ein Sessel leer bleibt.

Incipit

Den König ruft man nicht, weil man ihn braucht, sondern weil man weiß, wer ihn hat.

Klappentext

Seit vierzig Jahren treffen sich Pichler, Aigner, der pensionierte Notar Stelzhamer und der Wirt zum Tarock — jeden Dienstag, im hinteren Zimmer, Punkt acht. Man ruft den König, man zählt die Augen, man schweigt über alles Übrige. Als im Herbst der vierte Sessel leer bleibt, spielen die anderen weiter, zu dritt, mit einer ausgelegten Hand für den, der fehlt. Leopold Wibmer erzählt ein Vereinsjahr lang von einer Männerfreundschaft, die sich nie so genannt hätte, und von der Genauigkeit, mit der man einander zugetan sein kann, ohne je darüber zu reden. Ein warmer, unsentimentaler Roman über das Altern, das Kartengeben und die Kunst, einen leeren Platz zu besetzen, ohne ihn zu füllen.

Leseprobe

Aigner mischte, wie er seit jeher mischte, dreimal überhand und einmal zu kurz, und legte ab. „Vorhand sagt an”, sagte er, obwohl alle wussten, wer Vorhand war, und obwohl seit dreißig Jahren niemand mehr ansagen musste, was ohnehin geschah. Stelzhamers Sessel stand am Platz. Niemand hatte ihn weggeräumt, niemand sich hineingesetzt. Der Wirt brachte vier Krügel, stellte das vierte ab, wo es hingehörte, und nahm es nach einer Weile, in der es niemandem aufgefallen sein wollte, wieder mit. Man spielte ein Dreierspiel. Es gewann, wie meistens, der, der am wenigsten dazu sagte.

Pressestimmen

„Ein Roman, der nie das Wort Freundschaft ausspricht und von nichts anderem handelt. Wibmer zählt die Augen und meint das Herz.“
— Feuilleton am Sonntag
„Man liest es langsam, aus Höflichkeit gegenüber den Figuren — und legt es leiser weg, als man es aufgeschlagen hat.“
— Der Lesezirkel

Leserstimmen

„Mein Großvater hatte so eine Runde. Ich habe das Buch zugeklappt und ihn angerufen, obwohl er seit elf Jahren nicht mehr abhebt.“
— H. aus G.
„Ich kann kein Tarock und habe trotzdem jede Regel verstanden. Das muss Absicht sein.“
— Eine Leserin, die jetzt Tarock lernt

Kolophon

Verlag
Quarthaus Verlag
Erscheinung
1. Auflage, 2025
Umfang
224 Seiten
Ausstattung
Gebunden (Leinen)
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-99120-058-4*

* Die ISBN dieses Titels ist bewusst ungültig – er existiert ausschließlich in dieser Bibliothek.

Preise

  • Gebunden · 24,00 €
  • E-Book · 18,99 €

Auszeichnungen

  • Nominiert für den Preis der stillen Leser 2025

Mitwirkende

  • Lektorat Cäcilia Bendl
  • Umschlag Cornelius Halm
  • Satz Mittermayr & Tochter, Wien

Schlagworte

  • Roman
  • Freundschaft
  • Altern
  • Tarock
  • Wirtshaus
  • Abschied

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