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vimaki
19. August 2026 · Wien
Cover: Der Rahmen

Der Rahmen

Eine kleine Geschichte des Bilderrahmens

Wilhelmine Trost

Was hält ein Bild zusammen? Wilhelmine Trost erzählt die Geschichte des Bilderrahmens — jener bescheidenen Leiste, die bestimmt, wo das Bild aufhört und die Wand beginnt.

Incipit

Zuerst war der Rahmen da, und das Bild kam später hinein — eine Reihenfolge, die uns bis heute in Verlegenheit bringt.

Klappentext

Der Rahmen ist das Bescheidenste am Bild und das Entscheidendste: Er sagt, was dazugehört und was nicht, wo das Anschauen anfängt und das Wohnzimmer aufhört. Wilhelmine Trost — deren „Randbemerkungen" dem Unscheinbaren bereits ein Denkmal setzten — wendet sich nun der Leiste zu, die jedes Bild umgibt und die kaum je jemand betrachtet. Von den vergoldeten Altarrahmen der Gotik über den strengen schwarzen Hollandrahmen bis zur schmalen Leiste der Moderne verfolgt sie, wie der Rahmen vom Bauteil zum Schmuck und vom Schmuck zur Bescheidenheit wurde — und wie er nebenbei mitbestimmt, was wir überhaupt für ein Bild halten. Eine gelehrte, leichthändige Kulturgeschichte über das Einfassen, das Aufhängen und die unterschätzte Kunst, etwas in Grenzen zu setzen, damit es sichtbar wird.

Leseprobe

Ein Bild ohne Rahmen ist kein freieres Bild, sondern ein ratloses. Es weiß nicht, wo es aufhören soll, und die Wand weiß es auch nicht; beide gehen unentschieden ineinander über, bis jemand eine Leiste anbringt und damit eine Behauptung aufstellt: bis hierher und nicht weiter. Der Rahmen ist diese Behauptung, in Holz. Dass man ihn übersieht, gehört zu seiner Arbeit; ein Rahmen, den man bemerkt, hat, wie ein zu eifriger Diener, seinen Beruf verfehlt. Und doch hat keine Epoche dem Bild ihren Geschmack so unverhohlen aufgedrängt wie über das, was sie um es herumlegte.

Pressestimmen

„Trost beweist erneut, dass die Ränder das Eigentliche sind. Nach der Marginalie nun der Rahmen — man wartet schon auf die Sockel.“
— Wiener Quartal
„Eine Kulturgeschichte, die ihren Gegenstand ernst nimmt, ohne sich selbst. Die seltenste aller Tugenden.“
— Feuilleton am Sonntag

Leserstimmen

„Seit ich das gelesen habe, schaue ich im Museum zuerst auf den Rahmen. Meine Frau findet das anstrengend. Ich finde es richtig.“
— Dr. F., im Ruhestand
„Habe danach alle Bilder in der Wohnung neu gehängt. Es war ein Fehler, aber ein gebildeter.“
— Eine Leserin

Kolophon

Verlag
Verlag am Glacis
Erscheinung
1. Auflage, 2025
Umfang
240 Seiten
Ausstattung
Gebunden (Leinen, mit Abbildungen)
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-99130-059-8*

* Die ISBN dieses Titels ist bewusst ungültig – er existiert ausschließlich in dieser Bibliothek.

Preise

  • Gebunden · 28,00 €
  • E-Book · 21,99 €

Mitwirkende

  • Lektorat Marianne Dussl
  • Umschlag Cornelius Halm
  • Satz Mittermayr & Tochter, Wien
  • Register Hektor Pliem

Schlagworte

  • Sachbuch
  • Kunstgeschichte
  • Kulturgeschichte
  • Bilderrahmen
  • Malerei
  • Wahrnehmung

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