Der Rahmen
Eine kleine Geschichte des Bilderrahmens
Wilhelmine Trost
Was hält ein Bild zusammen? Wilhelmine Trost erzählt die Geschichte des Bilderrahmens — jener bescheidenen Leiste, die bestimmt, wo das Bild aufhört und die Wand beginnt.
Incipit
Zuerst war der Rahmen da, und das Bild kam später hinein — eine Reihenfolge, die uns bis heute in Verlegenheit bringt.
Klappentext
Der Rahmen ist das Bescheidenste am Bild und das Entscheidendste: Er sagt, was dazugehört und was nicht, wo das Anschauen anfängt und das Wohnzimmer aufhört. Wilhelmine Trost — deren „Randbemerkungen" dem Unscheinbaren bereits ein Denkmal setzten — wendet sich nun der Leiste zu, die jedes Bild umgibt und die kaum je jemand betrachtet. Von den vergoldeten Altarrahmen der Gotik über den strengen schwarzen Hollandrahmen bis zur schmalen Leiste der Moderne verfolgt sie, wie der Rahmen vom Bauteil zum Schmuck und vom Schmuck zur Bescheidenheit wurde — und wie er nebenbei mitbestimmt, was wir überhaupt für ein Bild halten. Eine gelehrte, leichthändige Kulturgeschichte über das Einfassen, das Aufhängen und die unterschätzte Kunst, etwas in Grenzen zu setzen, damit es sichtbar wird.
Leseprobe
Pressestimmen
„Trost beweist erneut, dass die Ränder das Eigentliche sind. Nach der Marginalie nun der Rahmen — man wartet schon auf die Sockel.“
„Eine Kulturgeschichte, die ihren Gegenstand ernst nimmt, ohne sich selbst. Die seltenste aller Tugenden.“
Leserstimmen
„Seit ich das gelesen habe, schaue ich im Museum zuerst auf den Rahmen. Meine Frau findet das anstrengend. Ich finde es richtig.“
„Habe danach alle Bilder in der Wohnung neu gehängt. Es war ein Fehler, aber ein gebildeter.“
Kolophon
- Verlag
- Verlag am Glacis
- Erscheinung
- 1. Auflage, 2025
- Umfang
- 240 Seiten
- Ausstattung
- Gebunden (Leinen, mit Abbildungen)
- Sprache
- Deutsch
- ISBN
- 978-3-99130-059-8*
* Die ISBN dieses Titels ist bewusst ungültig – er existiert ausschließlich in dieser Bibliothek.
Preise
- Gebunden · 28,00 €
- E-Book · 21,99 €
Mitwirkende
- Lektorat — Marianne Dussl
- Umschlag — Cornelius Halm
- Satz — Mittermayr & Tochter, Wien
- Register — Hektor Pliem
Schlagworte
- Sachbuch
- Kunstgeschichte
- Kulturgeschichte
- Bilderrahmen
- Malerei
- Wahrnehmung