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vimaki
19. August 2026 · Wien
Cover: Der Konjunktiv des Wetters

Der Konjunktiv des Wetters

Gedichte

Severin Quell

Gedichte über das Wetter und über das, was man stattdessen meint, wenn man vom Wetter spricht. Severin Quells Verse sind kurz, klar und kälter, als sie zugeben.

Incipit

Heute kein Wetter, sagt der Himmel, nur Absicht.

Klappentext

Severin Quell schreibt über Wolken, Wind und die Aussicht auf Regen — und über alles, was wir verschweigen, indem wir vom Wetter reden. Seine Gedichte beobachten genau: einen Himmel, der sich nicht entscheidet, einen Frühling, der zu früh kommt und es bereut, einen Jänner, der bleibt.

Es sind schmale Texte, in denen kein Wort zu viel steht. Quell traut der Auslassung mehr als dem Ausruf; was er nicht sagt, trägt das Gedicht. So entsteht eine Lyrik der Zwischentöne — österreichisch grundiert, leise ironisch, von einer Schwermut, die sich nie wichtig nimmt.

Ein Band für Leserinnen, die das Wetter ohnehin nie nur für das Wetter gehalten haben.

Leseprobe

Februar Man hängt die Wäsche auf, als käme wer. Der Himmel hält sein Grau wie eine Meinung, zu der er sich nicht weiter äußern will. Im Hof der Marillenbaum, noch ohne Absicht. Ein Auto fährt vorbei und nimmt ein wenig von der Stille mit, die gleich zurückkommt. Heuer, denke ich, wird alles wie immer, nur etwas später, und das ist ein Trost, über den man besser nicht zu lange nachdenkt.

Pressestimmen

„Quell macht aus Understatement eine Form. Gedichte, die man zweimal liest: das erste Mal fürs Wetter, das zweite Mal für alles andere.“
— Blätter für neue Prosa
„Eine seltene Sache: Lyrik, die nicht lauter wird, um gehört zu werden. Quell flüstert, und man hält den Atem an.“
— Wiener Quartal

Leserstimmen

„Ich habe drei Gedichte abgeschrieben und an drei verschiedene Menschen geschickt. Jeder dachte, es ginge um ihn. So ungefähr stimmt das auch.“
— R. aus Wien
„Nicht jedes Gedicht habe ich verstanden. Aber die, die ich verstanden habe, haben mich erwischt, als hätte mir jemand zugehört, ohne dass ich etwas gesagt hätte.“
— Leserin, 45

Kolophon

Verlag
Verlag Grauwasser
Erscheinung
1. Auflage, 2023
Umfang
88 Seiten
Ausstattung
Gebunden
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-903456-28-5*

* Die ISBN dieses Titels ist bewusst ungültig – er existiert ausschließlich in dieser Bibliothek.

Preise

  • Gebunden · 20,00 €

Mitwirkende

  • Lektorat Bernhard Quass
  • Umschlag Cornelius Halm
  • Satz Mittermayr & Tochter, Wien

Schlagworte

  • Lyrik
  • Gedichte
  • Wetter
  • Natur
  • Österreichische Literatur

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