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vimaki
19. August 2026 · Wien
Cover: Der Applaus

Der Applaus

Über Beifall, Claque und das Verstummen

Bruno Weichselbaum

Warum klatschen wir? Bruno Weichselbaum erzählt die Geschichte des Applauses — von der bezahlten Claque bis zur verlegenen Stille zwischen zwei Sätzen.

Incipit

Der Applaus ist die einzige Kunst, die man ausschließlich im Plural ausüben kann.

Klappentext

Der Applaus ist die flüchtigste aller Künste: Er entsteht, wenn eine andere aufhört, und ist vorbei, ehe man ihn beschreiben kann. Bruno Weichselbaum nimmt sich Zeit für das Vergängliche und verfolgt das Händeklatschen durch die Jahrhunderte — vom römischen Theater, wo man das Lob nach Vorschrift spendete, über die bezahlte Claque der Opernhäuser bis zur stehenden Ovation, die heute schon dem Erscheinen gilt und nicht mehr der Leistung. Er erklärt, warum man zwischen zwei Sätzen einer Sinfonie besser schweigt, wie man einen Beifall dirigiert, ohne dass es auffällt, und weshalb die peinlichste Stille die nach dem letzten Ton ist. Eine gelehrte, heitere kleine Geschichte über eine Geste, die jeder beherrscht und niemand bemerkt — und über das, was übrig bleibt, wenn der Saal sich leert.

Leseprobe

Klatschen ist Zumutung und Geschenk zugleich. Wer applaudiert, gibt Lärm und nimmt sich Zeit, und beides gilt als höflich, obwohl das eine das andere gewöhnlich ausschließt. Die Römer wussten das und hatten für jede Art des Beifalls ein eigenes Wort und eine eigene Handhaltung; die hohle Hand klang anders als die flache, und ein Kaiser, der sich seines Publikums nicht sicher war, ließ vorsichtshalber Fachleute kommen. Man nennt sie Claque, und sie sind so alt wie die Bühne selbst — die einzigen im Saal, die genau wissen, wann sie ergriffen sind.

Pressestimmen

„Weichselbaum adelt das Nebensächliche: eine Kulturgeschichte, die man am Ende beklatschen möchte und sich dann fragt, ob das nicht ironisch wäre.“
— Wiener Quartal
„Über den Beifall zu schreiben, ohne ihn zu erheischen — Weichselbaum gelingt das seltene Kunststück.“
— Feuilleton am Sonntag

Leserstimmen

„Ich klatsche jetzt anders. Bewusster. Meine Frau sagt, das sei das Gegenteil von dem, was das Buch wollte. Vielleicht hat sie recht.“
— Ein Konzertbesucher
„Endlich weiß ich, warum ich zwischen den Sätzen immer die Einzige war, die klatscht. Ich klatsche trotzdem weiter.“
— Eine Leserin

Kolophon

Verlag
Verlag am Glacis
Erscheinung
1. Auflage, 2025
Umfang
224 Seiten
Ausstattung
Gebunden (Leinen, Lesebändchen)
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-99130-066-7*

* Die ISBN dieses Titels ist bewusst ungültig – er existiert ausschließlich in dieser Bibliothek.

Preise

  • Gebunden · 25,00 €
  • E-Book · 18,99 €

Mitwirkende

  • Lektorat Marianne Dussl
  • Umschlag Cornelius Halm
  • Satz Mittermayr & Tochter, Wien
  • Register Hektor Pliem

Schlagworte

  • Sachbuch
  • Kulturgeschichte
  • Theater
  • Musik
  • Beifall
  • Gesellschaft

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