Der Applaus
Über Beifall, Claque und das Verstummen
Bruno Weichselbaum
Warum klatschen wir? Bruno Weichselbaum erzählt die Geschichte des Applauses — von der bezahlten Claque bis zur verlegenen Stille zwischen zwei Sätzen.
Incipit
Der Applaus ist die einzige Kunst, die man ausschließlich im Plural ausüben kann.
Klappentext
Der Applaus ist die flüchtigste aller Künste: Er entsteht, wenn eine andere aufhört, und ist vorbei, ehe man ihn beschreiben kann. Bruno Weichselbaum nimmt sich Zeit für das Vergängliche und verfolgt das Händeklatschen durch die Jahrhunderte — vom römischen Theater, wo man das Lob nach Vorschrift spendete, über die bezahlte Claque der Opernhäuser bis zur stehenden Ovation, die heute schon dem Erscheinen gilt und nicht mehr der Leistung. Er erklärt, warum man zwischen zwei Sätzen einer Sinfonie besser schweigt, wie man einen Beifall dirigiert, ohne dass es auffällt, und weshalb die peinlichste Stille die nach dem letzten Ton ist. Eine gelehrte, heitere kleine Geschichte über eine Geste, die jeder beherrscht und niemand bemerkt — und über das, was übrig bleibt, wenn der Saal sich leert.
Leseprobe
Pressestimmen
„Weichselbaum adelt das Nebensächliche: eine Kulturgeschichte, die man am Ende beklatschen möchte und sich dann fragt, ob das nicht ironisch wäre.“
„Über den Beifall zu schreiben, ohne ihn zu erheischen — Weichselbaum gelingt das seltene Kunststück.“
Leserstimmen
„Ich klatsche jetzt anders. Bewusster. Meine Frau sagt, das sei das Gegenteil von dem, was das Buch wollte. Vielleicht hat sie recht.“
„Endlich weiß ich, warum ich zwischen den Sätzen immer die Einzige war, die klatscht. Ich klatsche trotzdem weiter.“
Kolophon
- Verlag
- Verlag am Glacis
- Erscheinung
- 1. Auflage, 2025
- Umfang
- 224 Seiten
- Ausstattung
- Gebunden (Leinen, Lesebändchen)
- Sprache
- Deutsch
- ISBN
- 978-3-99130-066-7*
* Die ISBN dieses Titels ist bewusst ungültig – er existiert ausschließlich in dieser Bibliothek.
Preise
- Gebunden · 25,00 €
- E-Book · 18,99 €
Mitwirkende
- Lektorat — Marianne Dussl
- Umschlag — Cornelius Halm
- Satz — Mittermayr & Tochter, Wien
- Register — Hektor Pliem
Schlagworte
- Sachbuch
- Kulturgeschichte
- Theater
- Musik
- Beifall
- Gesellschaft